Der Big Foot von Schulztuning ist ein extrem seltener Umbau, bei dem ein Mercedes C124 Coupé auf das Chassis einer Mercedes G‑Klasse gesetzt wurde. Das Fahrzeug kombiniert die Karosserie-Eleganz des 124er Coupés mit der Geländetechnik und Bodenfreiheit der G‑Klasse, was ihm seinen „Monstertruck“-ähnlichen Auftritt und den Namen „Bigfoot“ einbrachte.
Die Autoveredelung spezialisierte Firma Schulztunig wurde von Erich Schulz gegründet, der sich seit den 1970er‑Jahren auf exklusive Umbauten von Luxusfahrzeugen spezialisierte, vor allem auf Mercedes‑Modelle. In den 1980er und 1990er Jahren erarbeitete sich das Unternehmen einen weltweiten Ruf für spektakuläre Einzelstücke, darunter verlängerte Limousinen, Cabrio‑Umbauten und extravagante Geländewagen‑Projekte für sehr zahlungskräftige Kunden.
Die Firma mit Sitz im Raum Korschenbroich/Kleinenbroich galt als Inbegriff individueller Veredelung, verschwand später jedoch weitgehend aus der Öffentlichkeit und erlebt heute durch neue Projekte und Auftritte auf Messen eine Art Wiederbelebung unter dem traditionsreichen Namen Schulztuning.
Der „Bigfoot“ von Schulz Tuning ist ein äußerst ungewöhnlicher Umbau eines Mercedes-Benz Pkw aus dem Jahr 1992. Es handelt sich dabei um ein C124 Coupé, das auf das modifizierte Chassis einer G-Klasse (W463) gesetzt wurde, um ein Fahrzeug zu schaffen, das luxuriöse Elemente mit extrem robuster Geländetauglichkeit vereint.
Dieser Umbau ist besonders bemerkenswert aufgrund seiner Zweckbestimmung, die in der Falkenjagd liegt. Die Falkenjagd ist in vielen Regionen der arabischen Welt aber auch zum Beuspiel im asiatischen Brunei eine alte Tradition, die von wohlhabenden Familien und Königen gepflegt wird.
Die Fahrzeuge wurden entwickelt, um wertvolle Falken auch unter extremen Bedingungen, wie unwegsamem Gelände oder nachts bei Kälte, schnell wieder einzufangen. Zwei der insgesamt drei gebauten Bigfoots gingen denn auch in Länder, wo die Falkenjagd gepflegt wird. Das dritte gefertigte Exemplar (der Prototyp) - und soweit bekannt - heute einzig noch existente Exemplar befindet sich nach wie vor im Besitz von Erich Schulz.
Die beiden Falkenjagdfahrzeuge waren sogar teilgepanzert, während der Prototyp mit einem Rammschutz ausgestattet ist.
Als Antrieb dient dem „Bigfoot“ ein 3,0-Liter-Sechszylinder-Benziners aus der G-Klasse. Hinzu kommen die komplette G-Klasse-Technik, einschließlich Allradantrieb, Differenzialsperren und einer Geländeübersetzung, die das Fahrzeug besonders geländegängig machen.Das Interieur behielt weitgehend die luxuriösen Elemente des C124 Coupés bei, wie das Armaturenbrett und die Sitze, ergänzt durch Bedienelemente der G-Klasse für den Allradantrieb und die Geländetauglichkeit.
Wer den Neupreis eines „Bigfoot“ in der damaligen Höhe von 290.000 DM ( entspricht: 146.000 €) bezahlen konnte, war keiner, der auf kleinem Fuß lebte. Wem der ungewöhnliche Umbau von Schulztuning heutzutage begegnet- so zum Beispiel auf SCHÖNE STERNE 2024 in Hattingen oder der Mercedes-Fanworld im Rahmen der ESSEN Motor Show 2024 - der verharrt vor diesem Exoten eine Weile. Daumen hoch oder nicht? Auf jeden Fall ist der „Bigfoot“ ein einzigartiges Beispiel für einen kreativen und außergewöhnlich Umbaus, der sowohl luxuriös als auch extrem funktional gelungen ist.
Bildergalerie: "Bigfoot" von Schulztuning 20 Bilder Fotostrecke | 92er Mercedes-Benz C124 Coupé auf großem Fuß: „Bigfoot“ von Schulztuning
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